Internationale Jugendbegegnung in den ungarischen Partnerlandkreis Tolna war ein voller Erfolg!

Kultur, Austausch und Freundschaft erlebt

Eine Woche voller gemeinsamer Erlebnisse und neuer Freundschaften liegt hinter den Teilnehmenden der deutsch-ungarischen Jugendbegegnung. Jugendliche aus dem Main-Tauber-Kreis und aus dem Komitat Tolna kamen zusammen, um Kultur kennenzulernen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und sich mit aktuellen Themen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Die Begegnung zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und wertvoll europäische Zusammenarbeit auf persönlicher Ebene sein kann.

Bereits während der Anreise begann das Kennenlernen: Die deutschen Jugendlichen bereiteten gemeinsam eine Präsentation vor, um sich und ihre Heimat vorzustellen. Nach der Ankunft wurden die Teilnehmenden sehr herzlich von den ungarischen Jugendlichen begrüßt. Es standen erste Kennenlernspiele und die gemeinsame Einführung in das Programm auf dem Plan. Durch erlebnispädagogische Aktivitäten und Sprachanimationen in Deutsch und Ungarisch wurde schnell eine offene und freundschaftliche Atmosphäre geschaffen.

Ein wichtiger Bestandteil der Begegnung war das gemeinsame Erleben. In gemischten Gruppen wurden sportliche Aktivitäten durchgeführt, bei denen Teamgeist, Fairness und gegenseitiges Vertrauen im Mittelpunkt standen. Beim Lagerfeuer und Gruppenspielen sowie gemeinsamen Gesprächen entstanden viele persönliche Kontakte, die über sprachliche und kulturelle Grenzen hinwegführten.

Auch die Region und ihre Besonderheiten lernten die Jugendlichen intensiv kennen. Bei einer Betriebsbesichtigung des Molkereiunternehmens „Tolle“ in Szekszárd erhielten sie Einblicke in wirtschaftliche Abläufe und die Arbeitswelt vor Ort. Beim Empfang im Bürgermeisteramt von Szekszárd tauschten sie sich mit Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung über Jugendarbeit, kommunale Angebote und die Bedeutung europäischer Zusammenarbeit aus. Neben wirtschaftlichen und politischen Themen spielte auch die Kultur eine zentrale Rolle. Die Jugendlichen besuchten die serbische Kirche in Grábóc, eine Feueremaille-Ausstellung in Bonyhád sowie die Probe der Volkstanzgruppe „Bartina“ in Szekszárd. Dabei entstand ein lebendiger Austausch über Traditionen, Musik und die Frage, welche Bedeutung kulturelle Angebote heute für junge Menschen haben.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Themen, die Jugendliche in ihrem Alltag beschäftigen. In einem Workshop setzten sich die Teilnehmenden mit Digitalisierung und Mobbing auseinander. In deutsch-ungarischen Gruppen wurden Herausforderungen diskutiert und gemeinsam Lösungsansätze entwickelt. Auch die gemeinsame Auseinandersetzung mit europäischen Zukunftsthemen kam nicht zu kurz. Beim Besuch des Atomkraftwerks in Paks beschäftigten sich die Jugendlichen mit der Energieversorgung in Europa und diskutierten die Chancen und Herausforderungen der Atomenergie. Der Austausch zeigte, dass unterschiedliche Perspektiven bereichernd sein können und ein respektvoller Dialog wichtig ist. Bei Ausflügen nach Baja und Györköny konnten die Teilnehmenden weitere Facetten der ungarischen Geschichte und Landschaft kennenlernen. Eine Wanderung durch die Hügellandschaft von Szekszárd, der Besuch eines Weinbetriebs sowie die Führung durch das ehemalige deutschsprachige Dorf Györköny machten die kulturelle Vielfalt der Region erlebbar.

Ein besonderer Höhepunkt war der gemeinsame Abschlussabend. Deutsche und ungarische Jugendliche gestalteten zusammen mit ihren Gastgebern und Eltern ein abwechslungsreiches Programm. Es wurde deutlich, wie viele Verbindungen in nur wenigen Tagen entstanden waren. Die internationale Jugendbegegnung hat gezeigt: Europa wird nicht nur durch politische Entscheidungen gestaltet. Europa entsteht vor allem dort, wo Menschen sich begegnen, miteinander sprechen und voneinander lernen. Die Jugendbegegnung hat auch in diesem Jahr wieder Mut gemacht, weitere gemeinsame Projekte zu planen und die entstandenen Kontakte auch in Zukunft weiterzuführen. Gefördert wurde diese Maßnahme vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP).