Konnichiwa! Japans Sportfachkräfte zu Gast

Sportjugend aus dem Main-Tauber-Kreis beteiligt sich aktiv beim Austausch

Zwischen dem deutschen und dem japanischen Sport bestehen seit über 50 Jahren enge Verbindungen. Seitdem findet ein regelmäßiger Austausch zwischen beiden Ländern statt, an dem bereits zehntausende von Jugendlichen teilgenommen haben. Sie konnten so die Kultur, das Land und die Sportstrukturen des jeweils anderen Landes kennenlernen.

Neben dem Jugendaustausch ist das Programm für Fachkräfte ein wichtiger Bestandteil dieser Partnerschaft. Alle zwei Jahre sind Fachkräfte aus dem Sport für Kinder und Jugendliche im jeweils anderen Land zu Gast. Sie lernen dort wesentlich tiefer die Sportstrukturen kennen und sammeln Erfahrungen, die sie auch im eigenen Land umsetzen können.

Seit Sonntag, dem 20. September, befindet sich eine achtköpfige Delegation aus Japan in Deutschland. In den ersten beiden Tagen wurde sie von der Deutschen Sportjugend sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern des organisierten Sports begrüßt und begleitet. Für die Sportjugend Main-Tauber-Kreis nahm Tim Döke teil, der als Mitglied der Arbeitsgruppe Japan auf Bundesebene die Beziehungen zwischen beiden Ländern intensiv begleitet.

Der erste Tag stand ganz im Zeichen der deutschen Sportstrukturen. Daran beteiligt waren neben Tim Döke auch Leon Ries, Geschäftsführer der Deutschen Sportjugend, sowie Julia Frauendorf, Leiterin des Ressorts Internationale Jugendarbeit der Deutschen Sportjugend. Die japanischen Gäste interessierten sich besonders für den Sport von Kindern und Jugendlichen und für die Herausforderungen, vor denen dieser in Deutschland aktuell steht.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Safe Sport. Die Delegation wollte vor allem wissen, welche Schwerpunkte in Deutschland dazu gesetzt werden. Vier Mitglieder der Delegation berichteten zudem ausführlich über Maßnahmen zu Safe Sport in Japan. Diese Einblicke waren sehr aufschlussreich und boten Anlass für viele Rückfragen. Am Nachmittag erkundete die Gruppe Frankfurt.

Am Dienstag besuchte die Delegation den Campus des DFB und erhielt dort eine Führung. Besonders spannend waren die Einblicke in aktuelle Trainingsmethoden und in die Förderung junger Sportlerinnen und Sportler.

Anschließend reist die Gruppe in das Regionalprogramm weiter nach Duisburg und wenige Tage später nach Saarbrücken. Dort stehen verschiedene strukturelle Themen im Mittelpunkt, und die Gäste erhalten einen tiefen Einblick in die deutsche Gesellschaft. Am kommenden Freitag fliegt die Delegation zurück nach Japan und wird dort von ihren Erfahrungen berichten.

Der internationale Jugendaustausch ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um zusammenzukommen, Verständnis füreinander aufzubauen und voneinander zu lernen. Er trägt dazu bei, dass sich junge Menschen zu verantwortungsvollen und erfolgreichen Mitgliedern der Gesellschaft entwickeln.